🪴 Gründung und Entwicklung
Der Kleingartenverein „Westend e.V.“ wurde 1925 durch Bürger des Stadtteils Altendorf gegründet.
Die Gründung geht auf die Zeit zurück, in der freie Flächen für Obst- und Gemüseanbau zunehmend
genutzt wurden. Die erste Urkunde trägt die Registernummer 539 und dokumentiert diese erste Vereinsform.
Damit zählt der Kleingartenverein „Westend e.V.“ zu den älteren Kleingartenvereinen der Stadt Chemnitz,
die in den 1920er-Jahren im Zuge des stark wachsenden Kleingartenwesens entstanden.
Kleingartenanlagen wurden in dieser Phase zu wichtigen sozialen, ökologischen und gemeinschaftlichen
Rückzugsorten innerhalb der Stadt.
Seit seiner Gründung ist der Verein durchgehend aktiv. Seine Aufgaben, Strukturen und Rahmenbedingungen
wandelten sich im Laufe der Jahrzehnte entsprechend den jeweiligen historischen und gesellschaftlichen
Entwicklungen – von der Zeit des Nationalsozialismus über die Jahre der DDR bis hin zur Nachwendezeit und der Gegenwart.
Im Jahr 2025 feiert der Kleingartenverein „Westend e.V.“ sein 100-jähriges Bestehen unter dem Motto
„Ein Jahrhundert Gemeinschaft, Natur und Engagement“.
1925 – 1933
Die wirtschaftlich schwierigen Jahre der Weimarer Republik begünstigten die Ausbreitung des Kleingartenwesens.
Kleingärten dienten vielen Familien als Ergänzung zur Versorgung und als Ort der Erholung.
1933 – 1945
In dieser Zeit wurde auch das Vereinsleben stark durch politische Rahmenbedingungen beeinflusst.
Viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens standen unter Kontrolle und wurden ideologisch geprägt.
Nachkriegszeit
Nach 1945 versuchten Kleingärtner, an frühere Strukturen anzuknüpfen.
Gleichzeitig änderten sich Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen durch die neue politische Ordnung.
1949 – 1989
In der DDR war das Kleingartenwesen stärker staatlich organisiert.
Kleingärten blieben jedoch ein wichtiger Bestandteil des Alltags, der Selbstversorgung und des Gemeinschaftslebens.
1990 – 2010
Mit der Wiedervereinigung entstanden neue Vereinsstrukturen, Rechtsgrundlagen und Verwaltungswege.
Der Verein entwickelte sich weiter und passte Abläufe und Organisation an die neuen Bedingungen an.
2011 – heute
Der Verein verbindet Tradition mit moderner Vereinsarbeit – Gemeinschaft, Natur und Werterhalt stehen im Mittelpunkt.